Wir über uns

Begleitete Elternschaft – ein Begriff, aus dem sich zwei Wörter erschließen lassen: „begleiten“ und das „Eltern-Sein“. Aber eigentlich steht dieser Begriff für viel mehr. Es steht für eine Unterstützungsform von Menschen mit Behinderungen und Beeinträchtigungen, die einen großen Kinderwunsch haben und die sich danach sehnen, eine eigene Familie aufzubauen.

Begleitete Elternschaft ist in den letzten Jahren zu einem festen Bestandteil der Kinder- und Jugendhilfe geworden. Sie bricht bislang vorherrschende und veraltete Vorurteile sowie Paradigmen auf, nach denen beeinträchtigte Menschen nicht in der Lage sind, angemessen für das Wohl ihrer Kinder zu sorgen, nach denen Kinder geistig behinderter Eltern gleichermaßen, intellektuelle Beeinträchtigungen aufweisen und nach denen es beeinträchtigten Elternteilen nicht gelingen kann, zu lernen, was eine Elternschaft bedeutet und was ihre Kinder für ein gesundes Aufwachsen benötigen.

Die Lebenshilfe Frankfurt (Oder) steht entgegengesetzt dieser Vorurteile mit seinem Geschäftsbereich der begleiteten Elternschaft und setzt sich genau für diese Zielgruppe ein. Täglich ermöglichen es Fachkräfte im ambulanten und stationären Kontext durch ihre besonderen Hilfen, Familien zusammenzuhalten und geben ihnen die Chance, Familie zu lernen und zu leben. Das Besondere des Angebots der begleiteten Elternschaft ist die Verknüpfung der Kinder- und Jugendhilfe des SGB VIII mit der Eingliederungshilfe des SGB XII. Der enge Unterstützungsrahmen der begleiteten Elternschaft verwirklicht nicht nur Inklusion und Teilhabe, er sichert das Kindeswohl und sorgt dafür, dass sich die Kinder trotz der intellektuellen Beeinträchtigungen ihrer Eltern altersgerecht und gut entwickeln können.

Unsere Entstehungsgeschichte

Im September 2010 vor nunmehr 7 Jahren stand eine junge, geistig behinderte Frau vor uns. Schüchtern und ängstlich wirkte sie. Leise erzählte sie uns, dass sie schwanger ist und dass sie ihr Kind gern behalten möchte. Was nun?

Wir recherchierten, knüpften Kontakt zum Landesjugendamt und erhielten umfassende Begleitung, Unterstützung und Motivation. Diese Begegnung und die Geburt von Julien im Oktober 2010 war der Startschuss für unseren Geschäftsbereich.

Im Jahr 2011 konnten wir bereits mit 9 stationären Plätzen jungen Familien helfen.

Jetzt im Jahr 2017 sind es 46  Plätze an drei stationären Standorten sowie 22 Familien im ambulanten Kontext.

Unsere 32 multiprofessionellen Teammitarbeiter begleiten die Eltern und Kinder in Frankfurt (Oder) und im Landkreis Dahme-Spree.

Die fachliche Kompetenz der Mitarbeiter und das hohe Maß an Empathie haben sich herumgesprochen, so dass Nachfragen zur stationären Aufnahme aus ganz Deutschland kommen. Wir haben Anfragen und Belegungen aus Frankfurt (Oder), Freiburg, Leipzig, Dresden, Berlin, Mönchengladbach und Torgau und dem Landkreis Dahme Spree, sowie jetzt ganz aktuell auch aus Hamburg.

Neben Qualität und Fachlichkeit gehört Leidenschaft und Wertschätzung zu unserer täglichen Arbeit. Unser schönster Lohn sind die gelingende begleitete Elternschaft und glückliche Kinderaugen.

 

Umsetzung 2017 durch Webdesign Frankfurt (Oder) ADWESO.com.